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Wolkenhimmel

Medienmitteilung 05.08.14

IG Quecksilber am Ball
Die am 9. Juni gegründete Interessengemeinschaft Quecksilber verfolgt vorab zwei Ziele:
1.  Die Auswirkungen der Quecksilber-Verschmutzung auf die Gesundheit der Menschen und Tiere muss dringend und gründlich untersucht werden. Die betroffenen Menschen haben ein Recht darauf zu wissen, ob und inwiefern ihrer Gesundheit mittel- und langfristig Schaden zugefügt wurde.
Die Abklärungen gehen aus der Sicht der IG zu schleppend voran. Es macht den Anschein, als ob dieses Thema nicht zuoberst auf der Traktandenliste der zuständigen Behörden steht. Das geht so nicht.
2. Die Grundeigentümer von belasteten Grundstücken müssen schadlos gehalten werden. Die Kosten der Boden-Sanierungen müssen von den Verursachern bezahlt werden, keinesfalls von den Bodeneigentümern selbst. Diese können nichts dafür, dass der auf ihre Böden transferierte Schlamm des Kanals Quecksilber enthielt.
Insbesondere wird es nicht angehen, dass Grundstücke im Kataster der belasteten Grundstücke aufgeführt bleiben und sich niemand um die Säuberung des Bodens kümmert. Dies betrifft vorab jene Parzellen, die eine geringe Belastung (zwischen 0.5mg/kg Hg und 2 bzw. 5mg/kg Hg) aufweisen.
Seit der Gründung der IG Quecksilber waren die IG-Verantwortlichen in mehreren Bereichen aktiv:
o   Der Kanton und die Lonza haben ein "Koordinationskomitee" auf die Beine gestellt, wo die strategisch wichtigen Fragen zur Lösung des Problems besprochen werden. Die IG hat beim Staatsrat und beim Lonza-Verwaltungsrat verlangt, in dieses Komitee aufgenommen zu werden. Es wird nicht angehen, dass auf dem Buckel der betroffenen Grundeigentümer Beschlüsse gefasst werden. Diese müssen mit am Diskussions-Tisch sein.
o   Es besteht eine thematische Gruppe "Einwirkungen des Quecksilbers auf die Gesundheit". In dieser sind unter der Leitung des Kantonsarztes bis anhin Spezialisten des Kantons und der Lonza vertreten. Die IG Quecksilber verlangt Einsitz in diese Arbeitsgruppe. Die wichtige Arbeit darf nicht im stillen Kämmerlein unter Ausschluss der betroffenen Menschen stattfinden.
o   Es wurden Gespräche geführt mit Ingenieuren, die eine Sanierung der belasteten Böden vor Ort (und ohne Abtransport nach Deutschland oder Holland) möglich machen wollen. Offenbar stossen die Vorschläge beim Kanton und auch bei der Lonza AG auf taube Ohren. Das Oberwallis hat aus ökologischen und ökonomischen Gründen  ein Interesse daran, dass die Böden bei uns saniert werden.

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